| 20 Jahre Friday Night Cruisers |
20 Jahre seit der Clubgr?ndung der FRIDAY NIGHT CRUISERS
Wie es dazu kam, erinnert sich Reto Wigger
Wenn wir heuer das 10-j?hrige Bestehen der FNC feiern, ist es sicher interessant, einen Blick in die Zeit davor zu werfen. Denn die FNC waren schon Jahre vorher ein komplexes Gebilde.
Solothurn, die grosse Kreuzung vor dem
Hauptbahnhof. An einem Samstag morgen im M?rz 1979 sandte die Sonne den
Vorboten des Fr?hlings aus. Zwei Muscle-Cars (dieser Begriff war damals in der
Schweiz noch unbekannt) begegneten sich erstmals. Es waren zwei 70 Ford 351
Motoren, die die Luft zum Schwingen brachten. Der Cleveland trieb Urs Rufers
Mustang Mach 1 in gold-metallic an. Das Brabeln des burgunder-roten Shelby GT
350 stammte von Reto Wiggers Windsor. Es waren gerade die drei Wochen, in denen
der Shelby versuchsweise mit 8x15" Wolfrace Felgen ausger?stet war. Diese
sollten dann etliche Monate sp?ter dem Mach 1 geh?ren. Die Blicke der
Autofahrer trafen sich nur f?r kurze Zeit um dann in den R?ckspiegel die sich
entfernenden Autos noch weiter zu verfolgen. Ein breites Lachen zeichnete die
Gesichter. Es sollte der Grundstein f?r eine jahrzehnte lange Freundschaft und
die FNC werden.

Die eigentlichen Wurzeln sind noch viel tiefer zu suchen. N?mlich in den 60er Jahren, als sich zwei Buben mit dem Bau von amerikanischen Modellautos deren Marken und Typen kennen und die kraftvollen Linien lieben lernten. Dies f?hrte auch zu ihrem Grundsatz: "Zuerst die Amis, danach die Leute". Welcher dann Mitte der siebziger Jahre durch den regelm?ssigen Kauf der Hot Rod Magazine zu ihrem Ziel, den Erwerb und die Erhaltung der US-Cars f?hrte. Diese Einstellung sollte dann Zehn Jahre sp?ter zu regen Diskussionen mit anderen FNC-lern Anlass geben. Denn es ist nach wie vor das amerikanische Design und der fr?her bei jedem Modelljahr ge?nderte K?hlergrill die UR und RW faszinierten.
Richtig n?her kamen sich die beiden Fans jedoch erst ende 1979 in Murten, als in der Automobilrevue ein Aufruf an alle interessierten Mustang und Shelby Fahrer zur Gr?ndung eines Ford Mustang Clubs ver?ffentlicht wurde. Dabei stellte sich heraus, dass ein halbes dutzend der Leute aus der Region zwischen Solothurn und Biel stammten. So traf man sich im Fr?hling 1980 regelm?ssig im Restaurant Waldegg in Zuchwil, oder im Sch?tzenhaus in Biel. Inzwischen war bei Reto und Urs etwas neues, einzigartiges, ganz nach amerikanischem Vorbild entstanden. Die Idee des Cruisin wurde in die Tat umgesetzt. Dazu wurde auch schon bald die Lokalit?t in?s Cadran, Grenchen gewechselt. Der einfache Grund war in der N?he des zur Cruisin-Stadt erw?hlten Biel und die Parkplatzsituation beiderseits der Strasse. Ebenso wichtig, die herannahenden Amis von der Terrasse aus sehen zu k?nnen. Die Initianten wollten es von allem Anfang an nicht auf irgend welche Marken beschr?nken. Jeder Amiwagen war willkommen.
Im Mai 1981 wurde dann Werbung gemacht. Jetzt wurden Flugbl?tter kopiert und an dem nun in Z?rich stattfindenden Sonntagstreffen verteilt. Diese Bl?tter haben Heute gr?ssten Seltenheitswert. Nicht nur wegen der skurrilen Zeichnungen von Wigger, die man in der Oeffentlichkeit gar nicht mehr zeigen darf! Wir haben sie jedoch dennoch abgedruckt. Die Absicht mit diesen Flugbl?ttern war, auch die vielen Driver aus der Region Z?rich anzulocken. Dort fand zu dieser Zeit in Regensdorf w?chentlich ein wildes Treffen statt. Das rege besucht wurde. Die Attraktion dabei war ein Drag-Race im Industriequartier, bei dem Wetten abgeschlossen wurden und das immer so lange lief, bis sich alle Leute vor der herannahenden Polizei in die Flucht schlugen. Das waren noch Zeiten! Aber das zog und so machten Urs (man ruft ihn Jimmi) und Reto die Z?rcher mit einem Vermerk "Drac-Race" auf den Handzettel gluschtig. Dies gelang dann auch. Bald kamen sie in Scharen. Vor allem als dann bei der zweiten Ausf?hrung das grafische Element mehr ber?cksichtigt wurde.
Dies war der Einstieg von Rony Altermatt, unserem inzwischen allzeit bewunderten Plakatdesigner. Rony und Reto lernten sich bei dem Basler Amiclub "Kick Down Drivers" kennen. Zum ersten mal erscheint auch schon der im FNC-Signet stehende 57er Chevy und zum letzten mal der Hinweis auf das Drag-Race. Die "Rennstrecke" lag ?brigens in dem nun ganz verbauten Industriegebiet anfangs Biel, s?dlich des TCS-Pr?fzentrums. Im folgenden Sommer besuchten uns schon mal einige Clubs aus der Region AG und ZH. Das Cruisin wurde in der ganzen Schweiz bekannt.
Es folgte das Jahr 1982. Jimmi und Reto waren auf den Geschmack gekommen und jetzt sollte etwas Neues her. Ein Meeting w?re toll. Als Gel?nde wurde das Einkaufszentrum Carrefour in Br?gg bei Biel ausgew?hlt. Auch die anderen FNC-ler waren begeistert und wollten mithelfen. Mit Hr. Schafroth von der Pony-Ranch Biel, wo wir uns nun regelm?ssig trafen, um das Cruisin abzuschliessen, hatten wir einen grossen Helfer im Organisationskomitee. Da wir jedoch kein Club mit Statuten waren, was f?r die Bewilligung n?tig war, erhielten wir diese proforma ?ber den bereits erw?hnten Mustang-American-Club. Deshalb auch der Vermerk unten auf dem Plakat, das noch keine Zeichnung beinhaltete. Das erste "AMERICAN-LIVE" ging bestens ?ber die B?hne. So wurde der 9. Mai 1982 ein Meilenstein in der Schweizer US-Car Geschichte. Zwar hiess das Treffen noch "AmeRican Car Craft Show". Aehnlich wie andere Schweizer Shows auch. Es war der erste Anlass in unserem Land, dem eine gesamtschweizerische Werbekampagne mit Plakaten und kleineren Flugbl?ttern voraus ging. Der Erfolg wurde mit etwa 500 Autos und gut 2000 Zuschauern best?tigt. U. Rufer und R. Wigger starteten schon damals die ganze Kampagne auch in franz?sischer Sprache, denn die Beseitigung des R?stigrabens waren ihnen schon damals ein Anliegen, welches sie auch in der noch zu gr?ndenden FAAS (F?deration Amerikanischer Autoclubs Schweiz) vertraten. Welcher Ort als Biel bot sich da wohl besser an? Dies brachte den zwei viele welsche Freunde.
Nach diesem erfolgreichen Treffen sollte nun das Cruisin national mehr gef?rdert werden. Dazu entstand das Flugblatt "Swiss Cruisin". Auf farbigem Papier mit Alphorn, Sidepipes und wieder dem 57er Chevy mit gechopptem Dach von Rony. Das Drag-Race fehlte, der Aufruf zur Disziplin blieb bewusst. Bei manchen war es n?tig! Das Cruisin war nun immer besser und die Zuschauer in der Stadt Biel waren gr?sstenteils begeistert. Kein Vergleich mit Heute! Auch waren feste Routenbeschriebe bekannt, so dass sich die zwei bis drei Konvois ?fters begegneten, und man die Autos gegenseitig zeigen und anschauen konnte. Freude herrschte!!! Mit der Stadtpolizei hatten Reto und Jimmi gute Beziehung, den ein bis zwei Besuche pro Jahr bei der Polizei demonstrierten das Interesse und die Ernsthaftigkeit einer gezielten Durchf?hrung. Das Auftauchen der Streife auf dem Gaswerkareal nach beendigtem Cruisin war ein Wunsch der Initianten, um dort "Burn-Outs" einzud?mmen. Dies darf auch heute gesagt werden, denn es hatte Erfolg.
Im Herbst 1982 wurde dann im M.A.C. bef?rchtet, die FNC w?rden ihm die Mitglieder abtr?nnig machen und so z?hlten Jimmi und Reto im folgenden Jahr nicht mehr zu den Mitgliedern im Mustang-American-Club. Die Trennung war nicht im Streit, aber rechtzeitig.
Das folgende Jahr sollte wieder die besondere Bedeutung der FNC in der Schweizer Amiszene best?tigen. Denn nicht ohne Stolz darf erw?hnt bleiben, dass bei der Gr?ndung der FAAS am 22. April 1983 die FNC eine Sonderstellung einnahmen. Denn die FAAS-Statuten lassen ausdr?cklich nur Clubs mit eigenen Statuten zu. Trotzdem wurden die FNC aufgenommen. Dies zeigt doch, welchen Einfluss die "freien" FNC damals schon hatten.
Bereits waren die Vorarbeiten zum AMERICAN-LIVE im Gange. Das nun auch diesen Namen tragen sollte. Da der Kontakt mit der Polizei nach wie vor bestens war, konnte die Bewilligung jetzt direkt ?ber die FNC (ohne Statuten) laufen. Ein guter Grund dabei war sicher auch, dass schon damals ein funktionierendes Verkehrskonzept vorhanden war. Sicherheitshalber hatte Reto schon einen befreundeten Off-Road Club aus der Region Biel f?r die Bewilligung gewinnen k?nnen, so als Reserve. Ein neues Plakat wurde von Rony Altermatt kreiert, das erste "Ami-Live-Plakat" mit Autos und das letzte in schwarzwei?. Daf?r das einzige mit einem Sponsor. Es war auch noch nicht in der ?blichen Postergr?sse, hatte aber ein rotes Marlboro Logo am oberen Rand. Reto besorgte den Versand schon damals an ?ber 50 Adressen. Jimmis Vorliebe zu den US-Trucks kamen auch schon voll zur Geltung und es gelang ihm immer wieder eine sch?ne Zahl Trucker zu motivieren. Das Treffen vom 8. Mai 1983 wurde ein voller Erfolg. Getr?bt wurde der Anlass nur durch einige interne Diskussionen unter den Helfern, was dann zur Folge hatte, dass sich eine Bieler-Gruppe selbst?ndig machte und dann sp?ter die Street-Riders gr?nden sollten. Das Geld war f?r die zwei Pioniere nie wichtig, denn die Liebe galt schon damals den Autos. Uns Leute brauchte es einfach um das Ueberleben der Autos zu sichern und sie vor den Augen anderer Fans zu bewegen. F?r Personen, die sich in den Vordergrund stellen wollten gab es bereits gen?gend andere Clubs und Vereine. Dies war nach wie vor der Grund, warum Jimmi und Reto eigentlich nie einen Club mit Statuten gr?nden wollten.
Im Sommer 1983 kreierte Rony den letzten Flyer im A4-Format. Wie immer kostenlos, in vollem Enthusiasmus. Es wurden auch wieder Auflagen in Franz?sisch hergestellt. Das Design gefiel nun allen so gut, dass von vielen Seiten ein Kleber gew?nscht wurde, welcher dann auch in einer kleinen Auflage hergestellt wurde. Das Cruisin fand fast jeden Freitag statt. Im Herbst wurde das Briefpapier, das bis anhin nur den Namen trug, auch mit einem stark verkleinerten Signet versehen.
Das folgende AMERICAN-LIVE 1984 war das erste, das bei richtig sonnigem Wetter durchgef?hrt werden konnte. Es war ein Hitzetag und viele holten sich an diesem 6. Mai einen Sonnenbrand. Die Verkaufsst?nde kosteten Fr. 100.- und der Andrang begann so um 10.30 Uhr. Bis 16.30 Uhr hatten die meisten Leute das Carrefour-Gel?nde verlassen. F?r den Versand der erstmals farbigen Plakate kauften wir 70 Kartonrollen. Gedruckt wurden von dem Poster mit der Music-Box und den 68er Camaro 300 deutsche und 200 franz?sische Exemplare. Wieder waren Trucks und viele Off-Road Fahrzeuge dabei. Inzwischen besuchten mehrere US-Clubs das Cruisin, auf welches wir mit einer Fototafel an unserem und auch an ausw?rtigen Anl?ssen aufmerksam machten. So hatte ein befreundeter Profifotograf uns an einem Cruisin begleitet und eine schwarzwei? Fotostory, sowie ein farbiges Standbild lediglich zu den Material- und Laborkosten kreiert. Ein regelm?ssiger Besucher war der Chrysler-Club Bern. Die FNC-ler besuchten als Club auch mehrere Meetings. So fand Illzach auch schon zum vierten mal statt. Allgemein war 1984 ein sehr erfolgreiches FNC-Jahr.
Ein bewegtes Jahr stand jetzt vor der T?re. Es begann wieder mit den Vorbereitungen zum Meeting. Viele Clubs meldeten ihre Teilnahme schon im M?rz an und wollten Parkpl?tze reservieren. Das Datum am ersten Wochenende im Mai war wie dieses Jahr der 5.5.1985 und hatte sich gesamtschweizerisch schon bestens eingeb?rgert. Wieder wurden separate Pl?tze f?r Autos aus den 50?ern und die 4x4 mit den Militarys bereitgestellt. Weit ?ber 600 Autos kamen dann auch an diesem nicht mehr so heissen Sonntag.
Beachtlich war auch die Zahl der Harleys. Wieder waren alle Helfer voll besch?ftigt. Keiner konnte ahnen, dass es das letzte AMERICAN-LIVE in Biel sein w?rde. Einen Monat vor dem Anlass wurde die zweite Serie ?berarbeitete FNC-Kleber hergestellt. Mit viel Stolz wurden sie gezeigt. Das Plakat des Ami-Live zeigte eine Tanks?ule und das Heck des 59?er Cadillacs. Im Sommer nahmen einmal die Burn Out Riders aus Luzern und die Kick Down Drivers aus Basel am Cruisin teil. Alle waren begeistert. Nach dem FNC-Sticker folgte gleich das n?chste Geschenk. 25 Paar Autonummernhalter mit der Aufschrift unseres Clubs wurden hergestellt und verteilt, denn der Erl?s aus dem Treffen sollte Fr?chte tragen. Mitte Sommer 85 bahnte sich jedoch eine Krise an. Einige FNC-Leute wollten, dass mehr l?uft! Urs und Reto waren mit den Erfolgen des Mai-Treffens und der Freitagabende voll zufrieden. Und vor allem genug besch?ftigt. Der ganze Administrative sowie organisatorische Aufwand erledigten nur sie zwei. Also bereiteten Sie drei Vorschl?ge aus, die dann an alle 38 regelm?ssigen FNC?ler versandt wurden. Der R?cklauf war jedoch besch?mend. Zwei Antworten kamen zur?ck, das war alles. Jimmi und Reto dachten sich, sie h?tten wohl die falschen Vorschl?ge gemacht. So wurden ende Juni nochmals alle angeschrieben und ?ber die Situation orientiert und gebeten, doch selber Vorschl?ge zu machen. Anl?sslich des Dankesessens f?r die Helfer des AMERICAN-LIVE 85 im August 1985 wurden Reto und Jimmi verd?chtigt, sich am Verm?gen der FNC privat zu bereichern, was aber mit einer Vorlage des Kassabuches widerlegt werden konnte. Die zwei Burschen waren jedoch sehr entt?uscht. Danach fand im September eine grosse Clubrallye statt, die Reto schon das ganze Jahr hindurch vorbereitet hatte. Es war tolles Wetter, eine sehr gute Beteiligung und obwohl sehr anstrengend f?r Organisatoren wie Teilnehmer, ein einzigartiges Erlebnis. Anstelle einer GV fand am 12. Oktober 1985 im B?ren in R?ti b.B?ren eine Orientierungsversammlung statt, wobei sich herausstellte, dass sich auch eine dritte Umfrage nicht gerade r?hmen konnte. Es stand auch fest, dass der Platz auf dem Gel?nde in Biel im Mai 86 ?berdacht sei. Eine neue L?sung f?r das Meeting galt es zu finden. Reto teilte mit, dass er sein Amt als Vizepr?sident bei den KDD aufgegeben habe, um sich voll und ganz den FNC zu widmen. Er wollte es nochmals probieren. Jimmi distanzierte sich etwas. Sein Wunsch war ein Treffen ganz auf einer Rasenfl?che, nach amerikanischem Muster, was auch Reto sofort begeistert aufnahm. Beide sp?rten jedoch noch immer ein gewisses Misstrauen einiger -FNC?ler, wie es im August aufgetaucht war. Im November 85 wurden dann von vier Leuten diverse M?glichkeiten gesucht, um das Treffen am 4. Mai 1986 doch noch durchzuf?hren. Jimmis Idee von einem Platz mit vorwiegender Rasenfl?che hatte absolute Priorit?t. Drei M?glichkeiten mit Rasenfl?che wurden abgekl?rt. Jimmi Rufer schaute mal in Grenchen nach.
Der Flugplatz kam aber schon mal nicht in Frage. Uebrig blieb noch die Region um Badi und Stadion. Erwin Wyss hat mal mit der Stadtverwaltung Bern Kontakt aufgenommen. Ziel war die Allmend oder das BEA-Gel?nde. Er brauchte einige Telefone um die richtige Amtsstelle zu finden. Reto Wigger schaute in Burgdorf nach, Bereich Markthalle, wo auch der Oldtimer und Teilemarkt regelm?ssig stattfand. Dort war aber niemand f?r das Vorhaben zu begeistern. Das schriftliche Gesuch von Bern wurde im Dezember abschl?gig beantwortet, da die BEA noch nicht abger?umt w?re. Die Einwohnergemeinde Grenchen gab unter bestimmten Bedingungen das O.K. Reto und Jimmi hatten sich dann anfangs Januar 1986 f?r einen Lokaltermin mit der Stadtpolizei Grenchen verabredet. Sie waren guten Mutes, denn die Grenchner waren positiv eingestellt. Allerdings waren die Platzverh?ltnisse als ungen?gend zu taxieren, weshalb auch Grenchen scheiterte. Oliver Flury hatte sich darauf die WARO in Egerkingen vorgenommen. Hier war zwar kein Rasen, jedoch eine vorz?gliche Infrastruktur. Die Zusage von WARO und COOP war bald da. Also ging es an die Vorbereitungen. Retos Anfrage an den Gemeinderat Egerkingen wurde erst im M?rz 1986 beantwortet, und zwar negativ. Begr?ndung: "Unsere Gemeinde ist wochentags dermassen mit L?rm- und Abgasemissionen gesegnet, dass wir diese den Anwohnern an einem Sonntag nicht mehr zumuten d?rfen". Schade, denn der Entwurf f?r das Plakat mit zeitgen?ssischen Pro-Stock Rennwagen war schon parat.
Innert 10 Tagen wurde in R?ti b. B?ren wieder eine FNC-Versammlung von Reto einberufen, der 26 Personen folgten. Er orientierte ?ber den Stand der Dinge. Danach kam es zu verschiedenen Diskussionen, die voraussehbar waren. Fazit: Jimmi und Reto wollten sich endg?ltig vom "Clubverm?gen" von Fr. 8600 trennen, da sich die Kritik noch nicht eingestellt hatte. Was die beiden nie wollten wurde nun aktuell. Eine Clubgr?ndung zur Regelung der finanziellen Verh?ltnisse sowie schadlos Haltung der ideellen Gr?nder schien die beste L?sung zu sein. Oliver Flury schlug vor, dar?ber abzustimmen. Das Ergebnis lautete auf 16 ja und 7 nein Stimmen, bei 3 Enthaltungen. An diesem denkw?rdigen 15. M?rz 1986 sollte das Ende der "freien FNC" nach sechs Jahren eingel?utet werden. Jimmi wollte sich aus dem aktiven FNC-F?hrungsgremium zur?ckziehen und Reto war nicht bereit, sich als Pr?sident zur Verf?gung zu stellen. Vorschl?ge f?r einen Vorstand wurden noch am gleichen Abend gemacht. So lud Oliver Flury alle interessierten zur FNC Club Gr?nderversammlung ein, der dann am 25. April 1986 im Restaurant Kreuz in Subingen 12 Aktiv- und 4 Passivmitglieder zustimmten. Als Pr?sident wurde Oliver Flury gew?hlt. Als Vizepr?sident Reto Wigger, Kassier Rolf Flur, Aktuar Eduard Brunner, Beisitzer Rolf Hofer, und als Revisor Toni Mainetti. Eine neue Aera begann, die ebenso erfolgreich werden sollte, wie die vergangene. Die inzwischen zu Ehrenmitgliedern ernannten V?ter der FNC sind in der Amiszene etwas ruhiger geworden. Dass ihr Herz jedoch noch immer f?r die Amerikanerwagen schl?gt, beweist auch die Tatsache, dass sich die beiden Mustang noch immer in ihrem Besitz befinden.
Ja sie haben sogar noch Gesellschaft durch andere Modelle in ihrer Garage erhalten. Dies ist nebenbei auch ein Grund, weshalb die beiden Ford Fastback nicht mehr so oft auf der Strasse anzutreffen sind. Ein anderer Grund ist die Tatsache, dass sich die beiden FNC-Gr?nder jetzt wohl etwas mehr mit ihren Familien abgeben. Als ledige junge M?nner war ihnen fr?her die Ami-Szene, die FRIDAY NIGHT CRUISER mit AMI-LIVE und vor allem ihre eigenen US-Cars ihr ein und alles. Daf?r lebten sie. Aber auch der Mach 1 und sein Freund der Shelby GT k?nnen sich auf eine sch?ne Zukunft freuen. Bald werden sie seit zwanzig Jahren die gleichen Besitzer haben. Ihren dreissigsten Geburtstag wollen die 5,7 Liter Autos wieder in ihrem Originalzustand feiern k?nnen. Die MFK wird sie dann schon als Oldtimer qualifizieren. Vielleicht treffen sie sich an dem einen oder anderen Jubil?umsjahr wieder vor dem Hauptbahnhof Solothurn. Dann werden sie sicher vor der Ampel nebeneinander auf das gr?ne Licht warten, wie damals, als sie noch Teenies waren. Ohne sie g?be es keine FRIDAY NIGHT CRUISERS.
Reto Wigger